Labyrinth der Masken. Das Havanna-Quartett: Sommer
Roman im kubanischen Intellektuellenmilieu • • • • • (bewertet mit 4 von 5 Punkten)
Rezension bezieht sich auf: Labyrinth der Masken (Gebundene Ausgabe) Die Krimihandlung: Aufklärung des Mordes an einem Transvestiten, dessen Leiche in einem Wald bei Havanna gefunden wird, ist eher nebensächlich. Im Vordergrund stehen Gemütsverfassung und gedankliche Abläufe des ermittelnden Teniente Mario Conde und der Personen, denen er begegnet. Großen Raum nimmt dabei die skurrile Gestalt des alternden homosexuellen Schriftstellers Marqués ein. Zwischen ihm und dem Ermittler entwickelt sich eine Beziehung gegenseitiger Faszination. Die Dialoge und Rückblenden bewegen sich zwischen philosophischen Überlegungen und kritischer Beschreibung der gesellschaftlichen Verhältnisse in Kuba. Ein Krimi für Intellektuelle sozusagen - durchaus lesenswert.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 8. September 2005